Madly Kenzo
Madly Kenzo: der orientalische Duft von Kenzo. Mit dem holzig-würzigen Madly trifft Kenzo eine kühne Wahl: Das sonst eher an blumige Düfte gewöhnte Haus bringt 2011 dieses Konzentrat guter Laune heraus.

Bezugsquellen
Überrascht der Duft mit seiner amberartigen Kraft, so führt die von Patrick Guedj vorangetriebene Märchenwelt von Kenzo zurück zur kraftvollen Poesie, der eigentlichen Signatur der Marke. Für Kenzo ist die Welt schön, wenn sie ein wenig Madly ist …
Madly Kenzo, „Verrücktheiten sind das Einzige, was man nie bereut“
Seit den Anfängen des ehrwürdigen Modehauses Kenzo in der Parfümerie ist die olfaktorische Welt der Düfte wie der Werbekampagnen von Humor, Poesie und vor allem von einem positiven Sonnenstrahl auf eine Welt geprägt, die Kenzo „schön“ haben will. Seit der Ernennung von Patrick Guedj zum künstlerischen Direktor gilt dieser Grundsatz umso mehr. Denn im Grunde ist für Kenzo nichts jemals zu schön.
Bei Patrick Guedj wachsen für Flower Blumen auf Beton, für Jungle schmücken sich Elefanten mit Vergoldungen, und für Madly fliegen Schmetterlinge mit ihrer jungen Begleiterin in den Himmel. Amber Anderson, das junge Gesicht der Kampagne von Madly, gibt den bewusst prickelnden Ton dieser farbenfrohen Madly-Werbung vor. Die sanfte Verrücktheit der jungen Frau trägt sie hinauf in die Baumkronen, von wo sie in einer Wolke aus Schmetterlingen in tausend Farben davonfliegt.
Daraus erklärt sich, dass Madly zwar um einige Ambernoten vertieft wurde, der Ton aber leicht bleibt und der Duft, laut dem Haus „ultrasinnlich, kühn, prägnant und unter allen erkennbar“, sich an eine blumige, lebhafte Frau typisch Kenzo richtet.
Ein orientalischer und sinnlicher Schmetterlingsschwarm für einen originellen Madly Kenzo
Ausnahmsweise ist der Flakon von Madly keine stilisierte Blume, sondern ein von Ron Arad entworfener Schmetterlingsflügel, der an die Schwärme bunter Schmetterlinge auf den Haute-Couture-Kreationen von Kenzo erinnert. Der elegante Farbverlauf in Violett und der reliefartige Schliff des Glases verleihen Madly einen Eindruck von Leichtigkeit und nahezu ständiger Bewegung.
Aurélien Guichard, die Nase hinter dieser sehr luftigen Komposition, bietet saftige, gourmande Noten von Birne und Litschi, gewürzt mit einigen Rosa Beeren. Im Herz trifft die Rose auf die prickelnde, süße Orangenblüte und verschmilzt mit cremigen solaren Noten. Anschließend macht das Heliotrop die Mischung pudrig und bereitet die kostbaren sinnlichen Basisnoten vor. Die Tiefe von Sandelholz, Zeder und Weihrauch berauscht mit ihrer Kraft und überrascht zugleich durch ihre in einem Kenzo seltene Präsenz.
Die Frau von Madly sei laut dem Haus „frei, unberechenbar und glücklich“. Eine weitere Kühnheit von Kenzo, das diesen Duft ursprünglich als limitierte Edition herausbringen wollte. Offenbar hat dieser Duft mit seinen schönen Qualitäten ebenso überrascht wie verführt, was womöglich sein Verschwinden aus dem Sortiment von Kenzo erklärt.
Duftpyramide
- KopfnotenDie ersten Minuten
- HerznotenDas Herz des Parfums
- BasisnotenWas bleibt
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