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Venenum

Venenum ist eines der sechs Eaux de Parfum, die L’Artisan Parfumeur 2016 unter dem Namen Natura Fabularis zusammengefasst hat. Daphné Bugey hat darin drei Erinnerungen an Indien untergebracht: einen würzigen Masala-Tee, gedämpften Reis und ein cremiges Sandelholz. Der lateinische Name kündigt Gift an; das Haus spricht von einem Gift, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lasse.

Thomas Dunckley sieht darin einen Bahnhof in Bombay – klebriger Reis, Masala-Tee, erhitztes Holz – und zeigt sich überrascht von der milchigen Leichtigkeit des Ergebnisses.

Was die Kritik sagt

The Candy Perfume Boy – Thomas Dunckley, 13. März 2017

Positiv. Er ordnet Venenum den Voyages Exotiques zu, der früheren Serie olfaktorischer Reisen des Hauses, in die der Duft mühelos gepasst hätte. Die Station, die er beschreibt, ist ein belebter Bahnhof in Bombay: heiße, dicke Luft, Straßenküchenstände, klebriger Reis, Masala-Tee, große Holzsäulen, die Wärme abstrahlen.

All das könnte erdrücken, merkt er an, doch das Gegenteil geschehe: Der Duft bleibe leicht, mit einer milchigen Süße, die er schön finde. Sein Urteil passt in ein Wort: faszinierend.