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Fables d'Orient

Fables d’Orient ist der blumige Amberduft der Kollektion, die L’Artisan Parfumeur 2021 unter dem Namen L’Orient lancierte und die heute Les Merveilles heißt. Christophe Raynaud verarbeitet darin die Idee einer blumigen Milch: cremiges Heliotrop, pfeffrige Muskatnuss, Amber und baumwollweicher Moschus. Ein pudriger Unisex-Orientale, den das Haus zu seinen reichhaltigsten Parfums zählt.

Das Haus nennt drei Hauptnoten und belässt es dabei: Iris, Muskatnuss, Amber. Die Aufteilung nach Ebenen steht nicht auf seiner Produktseite, sie stammt aus dem Pressetext zur Lancierung, der Amber in den Kopfnoten, Iris in den Herznoten und Muskatnuss in den Basisnoten angibt.

Das Bild einer blumigen Milch

Die Ausgangsidee lässt sich in einem Bild fassen, das das Haus überall wiederholt: eine blumige Milch, Textur ebenso wie Duft. Das sonnengetränkte Heliotrop ist ihre erklärte Verkörperung, mit seiner cremigen, samtigen Körnung und jener pudrigen, leicht mandelartigen Süße, die diesen Rohstoff kennzeichnet.

Muskatnuss, Amber, Moschus

Die Muskatnuss bringt Wärme und Pfeffrigkeit, was das Haus als den süchtig machenden Antrieb des Parfums bezeichnet. Amber und baumwollweicher Moschus schließen den Akkord: Das Haus sieht darin das letzte Puzzleteil, das dafür sorge, dass sich das Parfum mit der Haut seines Trägers verbinde.

Was die drei Noten umgibt

Wikiparfum erweitert die Formel um Weihrauch und Olibanum, Myrrhe, Tonkabohne, Honig und Vanille. Raynaud selbst nennt Weihrauch, Myrrhe, weiße Iris und Moschus: Dieser harzige Anteil, der in den drei angegebenen Noten fehlt, wird von seinem Urheber beansprucht.

Was das Etikett angibt

Nur 11 Einträge: Alkohol, Parfum, Wasser, 7 deklarationspflichtige Allergene – Coumarin, Hydroxycitronellal, Limonene, Linalool, Isoeugenol, Eugenol, Citral – und ein UV-Filter, Butyl Methoxydibenzoylmethane. Das Coumarin passt zu der von Wikiparfum genannten Tonkabohne.