
La Belle, Le Parfum: die Neuheit von Jean-Paul Gaultier. Als Kind wurde Jean-Paul Gaultier oft von seiner Großmutter betreut. Eines Tages entdeckte er eine vergessene Truhe, in der sich ein Korsett verbarg. Es war eine Offenbarung. Er machte es zu einem der wichtigsten Symbole seines Hauses, zum Fetischobjekt der Femmes fatales, endlos zu schnüren und wieder aufzuschnüren.
Im Januar 2021 stellt Jean-Paul Gaultier einen neuen Duft vor, abgeleitet vom vorherigen Damenduft La Belle, der 2019 erschien. Diesmal intensiviert er dessen Sinnlichkeit und macht ihn verführerischer denn je. Die neue Kreation heißt La Belle Eau de Parfum Intense und wird in einem Flakon in Form einer Glasbüste angeboten. Völlig unbekleidet trägt sie als einziges Attribut ein Collier aus goldenen Blüten. Der Körper selbst ist mit einem neuen Farbverlauf von Rot zu Schwarz versehen, während die üppigen Formen sofort dazu einladen, ihn zu ergreifen. La Belle Eau de Parfum Intense scheint direkt einem Garten Eden zu entstammen, in dem alle Freuden erlaubt sind. Wie aber sieht die olfaktorische Rezeptur tatsächlich aus?
La Belle Eau de Parfum Intense, eine Sünde der Naschlust
La Belle Eau de Parfum Intense ist als verbotene Frucht konzipiert, der man nicht widerstehen kann. Als Aufforderung zur Versuchung gleicht er einem verbotenen Gegenstand, den Eva im Garten Eden begehrte. Und welche Sünde wäre größer als die Naschlust? Daran dachte Jean-Paul Gaultier bei der Konzeption seiner Rezeptur. Konkret ließ er sich von seiner liebsten Süßspeise inspirieren: dem Dessert Grand Cru Vanille der Pâtisserie des Rêves. Dieses Dessert des bekannten Konditors Philippe Conticini ist eine Überdosis Vanille, die mit einem Hauch in die Tropen versetzt, ohne dass man die Hauptstadt verlassen muss. Genau diese Vanille findet sich in der Rezeptur von La Belle Eau de Parfum Intense. Sie nimmt in diesem Damenduft eine zentrale Stellung ein und verstärkt seinen süßen, verführerischen Charakter.
Die Birne, bereits in La Belle von Jean-Paul Gaultier enthalten
Neben der Vanille übernahm Jean-Paul Gaultier einige Inhaltsstoffe, die bereits in La Belle enthalten sind. So bewahrt er die DNA dieses orientalischen Dufts. Dazu gehört insbesondere die charakteristische Birnennote. Für Jean-Paul Gaultier scheint die verbotene Frucht nicht der Apfel zu sein, sondern die Birne. Saftig, grün und luftig gleicht sie die gesamte Rezeptur aus.
Die neuen Rohstoffe von La Belle Eau de Parfum Intense
Was aber ist neu an diesem Duft? Der Jasmin nimmt in der Rezeptur von La Belle Eau de Parfum Intense eine wesentliche Stellung ein. Als unverzichtbare Blüte der Damenparfümerie verstärkt er die Romantik und Opulenz dieses Dufts. Der leuchtende Jasmin wird nun von Tonkabohne begleitet. Bei La Belle von Jean-Paul Gaultier lag der Akzent noch auf dem Vetiver. Dieser ist verschwunden. Daraus ergibt sich ein gerösteterer, umhüllenderer Charakter. Auch wenn La Belle Eau de Parfum Intense das Holzige nicht bewahrt hat, bleiben Beständigkeit und Haltbarkeit unverändert.
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