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Jour d'Hermès

Jour d’Hèrmès, der Inbegriff der Weiblichkeit laut Hermès Die erste Hermès-Boutique wird 1837 von Thierry Hermès eröffnet. Anfangs fertigt und verkauft er Pferdegeschirre sowie verschiedene Ausrüstung für Pferde.

Jean-Claude Ellena versteht es, im Haus Hermès seine schönsten Gedichte zu schaffen. Als Hausparfumeur des legendären Sattlers arbeitet Ellena unablässig an neuen Duftkreationen, die er wie Gedichte, wie olfaktorische Gemälde aufbaut. Mit Jour wollte er Hermès den weiblichsten Duft überhaupt schenken und zugleich der Helligkeit eines ländlichen Nachmittags gerecht werden, jener hellen Nachmittage, an denen man gern Hermès trägt.

Jour d’Hermès oder der Duft des sanften Nachmittagslichts von Jean-Claude Ellena

Terre, Eau de Merveilles, die Parfums Jardins… Die Kreationen, die Jean-Claude Ellena dem Haus Hermès geschenkt hat, dessen Hausparfumeur er seit 2004 ist, sind kaum noch zu zählen. Hermès hat das Talent des Parfumeurs zur Geltung gebracht, indem es seiner Kreativität freie Hand ließ. Diese schöpferische Freiheit kommt dem Meisterparfumeur so sehr entgegen, dass er einen Erfolgsduft nach dem anderen schafft. Jour d’Hermès steht dem übrigens nicht nach…

Am Anfang der Geschichte von Jour d’Hermès steht der Wunsch der Verantwortlichen von Hermès und Jean-Claude Ellena, einen Duft von absoluter Weiblichkeit herauszubringen. Bis dahin spielten die Erfolge von Hermès eher mit ihrer Ambivalenz. Bei Jour sollte davon nichts bleiben; im Gegenteil stehen luxuriöse, kostbare und betont weibliche Blumen im Mittelpunkt.

Doch dieser neue Damenduft sollte auch ganz dem Licht gewidmet sein. Jean-Claude Ellena verrät einige Geheimnisse der Entstehung von Jour d’Hermès: Erstens habe man einen Damenduft gewollt. Zweitens sei in den Gesprächen, die er mit Pierre Alexis und Pierre Hardy geführt habe, der Begriff des Lichts aufgekommen, die Bedeutung des Lichts für die Kunsthandwerker. Der Duft hätte auch Lumière heißen können.

Jour d’Hermès: ein Duft aus Blumensträußen, die der Fantasie freien Lauf lassen

Bekannt ist inzwischen, dass Jean-Claude Ellena das neue Jour d’Hermès einerseits als Ode an die Weiblichkeit, andererseits als Lob des Lichts komponieren wollte.

Um dies zu erreichen, vereint Ellena alle Blumen zu farbenfrohen Sträußen mit tausend Düften. So ist es in Jour d’Hermès nahezu unmöglich, die genauen blumigen Noten zu bestimmen. Der Meisterparfumeur bleibt zu diesem Thema gern ausweichend und deutet lediglich an, dass das Herz von einem Akkord aus Duftwicke und Gardenie geprägt sei, der seinen Willen veranschauliche, Blumen der Stadt und Blumen des Feldes zu mischen. Mehr ist darüber nicht zu erfahren. Genau das ist der Zweck, denn Jour d’Hermès wird auf sehr persönliche Weise angeeignet: Jeder kann sich „seine“ Blume vorstellen, die aus allen anderen entsteht.

Es sei dieser Gedanke des großen Blumigen gewesen; er habe etwas Abstraktes gewollt, das zugleich sehr natürlich sei, eine Natürlichkeit, die er im Duft auszudrücken versuche, ohne dass man eine bestimmte Blume benennen könne. Es sei also eine Art universelle Blume… Ja, das könnte es sein, die universelle Blume. Jean-Claude Ellena über Jour d’Hermès.