
Drakkar Noir, ein aromatischer Fougère, erschien 1982 bei Guy Laroche, trägt die Handschrift von Pierre Wargnye und greift den Namen des Drakkar von 1972 auf. Seine metallische Frische stammt von einer Überdosis Dihydromyrcenol, über die in der Branche noch immer gesprochen wird. Lavendel, Rosmarin und Bergamotte im Auftakt, Patchouli, Leder und Moos in der Basis, in einem schwarz lackierten Flakon, entworfen von Pierre Dinand. Das Etikett des heute verkauften Flakons führt nicht mehr dasselbe Moos.
Der 1982 lancierte Herrenduft Drakkar Noir war nicht die erste Komposition von Guy Laroche. Dennoch ist er bis heute der unbestrittene Bestseller der Marke. Tatsächlich folgt er auf eine frühere Komposition mit dem schlichten Namen Drakkar, gedacht für Männer der Tat mit ruhiger Stärke. Drakkar Noir geht noch weiter und treibt die Männlichkeit auf die Spitze. Kraftvoll und ungewöhnlich, zeigt er sich als aromatischer Fougère, mal explosiv, mal krautiger, würziger oder holziger. Drakkar Noir durchläuft nacheinander alle olfaktorischen Register. Während er auf einer sehr reichhaltigen Rezeptur beruht, wirkt sein Flakon deutlich schlichter. Das bedeutet jedoch nicht, dass er ohne Temperament ist. Eine Analyse seines Flakons.
Drakkar Noir, das erste Parfum mit einer vollständig schwarzen, opaken Lackierung
Schwarz gilt gemeinhin als Farbe der Männlichkeit, doch vor Guy Laroche hatte niemand gewagt, ein Parfum in einem vollständig schwarzen Flakon zu entwerfen. In diesem Sinne erschien Drakkar Noir als kleine Revolution. Seine robuste Silhouette und seine imposante Statur verstärken seine Männlichkeit, während ihn das Schwarz von oben bis unten umhüllt. Nur an wenigen Stellen erscheinen weiße Elemente, etwa sein Name und die Signatur von Guy Laroche.
Wird Schwarz im Allgemeinen mit Nostalgie und Trauer verbunden, so ist das hier nicht der Fall. Es verkörpert vielmehr Geheimnis und Kraft. Zudem ist es sehr elegant – es ist schließlich die emblematische Farbe des Smokings. Es lädt daher zur Annäherung ein und weckt sofort die Neugier, welcher Mann sich dahinter verbirgt.
Drakkar Noir, ein Kontrast zwischen Männlichkeit und Sanftheit
Das Schwarz ist nicht das einzige bemerkenswerte Element dieses Parfums. Auch seine Form ist ungewöhnlich. Drakkar Noir präsentiert sich in einem leicht gerundeten Behältnis, ähnlich einem vom Meer geschliffenen Kiesel. Zudem bietet er eine besondere Haptik, ebenso verführerisch wie samtig. Seine sinnlichen Rundungen laden geradezu dazu ein, ihn in die Hand zu nehmen. Diese stehen jedoch in vollkommenem Gegensatz zu seinem sehr dunklen, strengen Schwarz. Der Flakon von Drakkar Noir spiegelt somit genau den Duft wider, den er enthält. Drakkar Noir von Guy Laroche zeichnet nämlich das Porträt eines wilden, männlichen Mannes, dem ein gewisses Maß an Zärtlichkeit nicht fehlt. Gewissermaßen ist er ein „harter Kerl mit weichem Herz“. Genau das kommt in seinem Flakon zum Ausdruck. Die Rundungen verleihen ihm einen Anteil an Zärtlichkeit und verbinden die Strenge des Schwarz mit der Sanftheit seiner Linien.
Hinsichtlich der Füllmenge ist Drakkar Noir von Guy Laroche in vier verschiedenen Zerstäuberflakon-Größen erhältlich: von 30 ml für unterwegs bis zu großzügigeren Formaten von 50 ml, 100 ml oder 200 ml.
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