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Jean-Louis Scherrer
Während die zeitgenössische Parfümerie von einigen großen Marken dominiert wird, treten andere Parfumhäuser zurückhaltender auf. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihre Düfte weniger ausgefeilt sind. Das Haus Jean-Louis Scherrer etwa erlebte seinen Höhepunkt in den 80er-Jahren und richtet sich heute eher an kundige Liebhaber.
Parfums von Jean-Louis Scherrer
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Orientalisch
ChypreDie Modegeschichte von Jean-Louis Scherrer
Um den Geist der Parfums von Jean-Louis Scherrer besser zu verstehen, lohnt ein Blick auf das Leben dieses kunstbegeisterten Arztsohns. Er wollte zunächst professioneller Tänzer werden und nahm deshalb Unterricht am Pariser Nationalkonservatorium. Ein schwerer Sturz zwang ihn jedoch, seine Pläne zu ändern. Er wandte sich der Mode zu und wurde mit 21 Jahren Modedesigner. Bald darauf, 1956, kam er zu Dior. Nach dem Tod des Couturiers arbeitete er mit Yves Saint-Laurent und anschließend mit Louis Féraud zusammen. 1962 beschloss er, sein eigenes Modehaus zu gründen, das er in der renommierten Rue du Faubourg Saint-Honoré in Paris ansiedelte. Zehn Jahre später zog er in die Avenue Montaigne, die zu einem besonders angesagten Ort wurde und den Pariser Chic verkörperte. 1980 folgte der Durchbruch: Jean-Louis Scherrer erhielt den Dé d'Or der Pariser Haute Couture für seine Kollektion „Russe“, die international Erfolg hatte. Zu Beginn der 90er-Jahre entschied sich Jean-Louis Scherrer jedoch, sein Unternehmen an die japanische Gruppe Seibu zu verkaufen. Diese entließ den Designer, und Jean-Louis Scherrer wurde das erste Modehaus, das seinen ursprünglichen Gründer verlor.
Die Parfums von Jean-Louis Scherrer
Vom Verlust seines Gründers hat sich das Haus Jean-Louis Scherrer nie wirklich erholt. Neben dem Modegeschäft besteht der Parfümeriezweig der Marke jedoch fort und zeugt vom Prestige des Hauses in den 80er-Jahren. 1979 beschloss Jean-Louis Scherrer, Parfums zu kreieren. Er entwickelte Düfte namens Jean-Louis Scherrer, Scherrer 2 und Nuits Indiennes. Jeder von ihnen ist aus edlen Rohstoffen gefertigt und zeigt eine vollendete, sehr harmonische Handschrift. Das brachte ihnen die Bezeichnung „Couture-Parfums“ ein. Jean-Louis Scherrer scheint damit über ein einzigartiges Rezept zu verfügen, das jeder Essenz ein besonderes Etwas verleiht. Zudem versteht es die Parfümerie Jean-Louis Scherrer, ihre Kundschaft auf Reisen zu schicken: Sie ließ sich stets stark von Reisen inspirieren, ob nach China, Indien oder in den Nahen Osten. Die Düfte von Jean-Louis Scherrer laden so ebenso dazu ein, die Welt zu erkunden wie das eigene Innere. Obwohl sie alle mehrere Jahrzehnte alt sind, zeichnen sie noch heute das Bild moderner, nomadischer und zutiefst raffinierter Menschen.