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Metallische Noten

Es heißt immer, Geld stinke nicht. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn trifft es zu, dass Metall kein Duftmolekül abgibt, das unsere Sinnesrezeptoren wahrnehmen können. Dennoch scheint Metall einen untypischen, ganz eigenen Geruch zu verströmen. Jeder hat es mindestens einmal bemerkt, nachdem er Münzen in der Hand hatte: Auf der Haut bleibt dann ein metallischer Geruch zurück. Zahlreiche Forscher haben diesen Geruch analysiert und bestätigen, dass der metallische Geruch aus einer chemischen Reaktion zwischen Eisen und den Lipiden auf unserer Haut stamme.

Flüchtige Moleküle

Ein Geruch ist vor allem die Begegnung mit einem flüchtigen Molekül, von denen es mehr als 30 000 gibt. Von der Umgebungsluft getragen, erreicht das flüchtige Molekül unser Riechsystem, das unterhalb der Nasenhöhlen liegt. Verbindet sich ein flüchtiges Molekül mit unserem Riechsystem, ist es, als erkenne dieses einen bereits wahrgenommenen Geruch wieder. Durch den Schweiß setzt Metall „Eisenionen“ frei. Diese flüchtigen Moleküle, die auf der Haut zurückbleiben, verströmen einen Geruch, den wir als „rein metallisch“ deuten. So lässt sich sagen, dass Metall einen Geruch hat.

Metallische Noten in der Parfümerie

Auch wenn es überraschen mag, verwenden Parfumeure metallische Noten in der Komposition mancher Parfums. Sie verleihen einem Duft eine frische Seite, ein Gefühl von „Sauberkeit“. Metallische Noten prägen keinen Duft, bringen aber eine Nuance in die Gesamtkomposition. Metallische Noten werden mithilfe synthetischer Moleküle gewonnen. Synthetische Riechstoffe kamen in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Entwicklung der organischen Chemie in die Parfümerie. Metallische Noten finden sich in allen Duftkompositionen. In einem orientalischen Herrenduft wie „Hugo Red“ von Hugo Boss liegen die metallischen Noten im Herz neben Rhabarber. Metallische Noten finden sich auch in einem blumigen Duft wie „Vierge de Fer“ von Serge Lutens. Hier stehen die metallischen Noten allein in der Basis. Zudem hat Yves Saint Laurent metallische Noten in seinem ersten und nicht minder legendären Parfum „Rive Gauche“ verwendet. Hier sind die metallischen Noten als Kopfnoten gesetzt, was eher selten ist.

Der Geruch von Metall ist besonders, da er aus der Verbindung der Hautlipide mit der Verdunstung des Metalls entsteht. Der eigentümliche Geruch von Metall ist in der Parfümerie geschätzt, denn die Nasen verwenden „metallische Noten“ in Form synthetischer Moleküle. Metallische Noten verleihen einem Duft frische und saubere Nuancen.

Parfums mit der Note Metallische Noten

Fougère

Hermès

H24

Muskatellersalbei · Narzisse · Rosenholz