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Wässrige Note

Die wässrige Note: ein Hauch Frische und Wasser, wie geschaffen für transparente Blüten

Es gab eine Zeit, in der Parfums keine Saison kannten und man, ohne groß darauf zu achten, im Winter wie im Hochsommer dieselben Düfte trug. Seit einigen Jahren schaffen die Parfumeure, da die Sommersaison die Kundschaft zum Kauf leichterer Eaux de Toilette bewegt, luftigere, sommerliche Versionen ihrer ursprünglichen Düfte. Dadurch sind neue Noten entstanden, etwa die wässrige Note, die Sommerdüften Leichtigkeit und ein Gefühl von Frische verleiht.

Die wässrige Note in der Parfümerie für frische und leichte Düfte

Tatsächlich parfümiert man sich seit einigen Jahren im Hochsommer nicht mehr so wie im Winter. Die großen Parfumhäuser haben gelernt, ihre Düfte und Akkorde abzuwandeln, um ihrer Kundschaft frische Eaux anzubieten, die sich bei großer Hitze angenehmer tragen lassen als schwerere Parfums, die dabei unweigerlich umschlagen würden. Früher trug man bei 30° kein Parfum, heute kauft man eines – und am Ende also zwei.

Sommerdüfte sollen naturgemäß leicht, luftig und vor allem erfrischend sein. So entstand in den Laboren der Nasen die wässrige Note. Sie ist aquatisch, ohne maritim zu sein, eine Wasserblüte, ohne blumig zu sein. Ihr Duft ist sehr dezent und soll vor allem die übrigen Hauptnoten des Parfums zur Geltung bringen. Möglicherweise wurde die wässrige Note in einem Duft nie bewusst wahrgenommen, und doch ist sie vorhanden.

Ein Tropfen frisches Wasser für eine wässrige Note in Parfums

Die wässrige Note ist besonders in blumigen und zitrischen Sommerdüften präsent. Eines ihrer ersten Auftreten hat sie als Kopfnote in „Ralph Cool“ von Ralph Lauren im Jahr 2004. Mit Gurke und Kiwi kombiniert, bringt die wässrige Note die Fülle weißer Blüten und das Vetiver zur Geltung, die diesem gefälligen Duft eine schöne florale Frische verleihen. Im selben Jahr bot „L’Eau de Ryokuei“ von Menard ebenfalls einen grün-blumigen Duft, in dem die wässrige Kopfnote durch die blumigen Noten, aber auch durch eine amberartige Basis und Sandelholz ausgeglichen wurde.

In der Folge wird die wässrige Note sogar zur Herznote und verleiht schönen zitrischen wie zarten blumigen Düften, vor allem Damen-, aber auch Herrendüften, ihre transparente, klare Sanftheit und Frische. Heute bieten zahlreiche blumige Damendüfte Akkorde aus wässrigen Noten, etwa die jüngeren „CK2“ von Calvin Klein, „Muguet Porcelaine“ von Hermès, „Aqua Vitae Forte“ von Maison Francis Kurkdjian und viele weitere.

Die zitrische Duftfamilie setzt die wässrige Note eher als Herznote ein, um die Zitrusfrüchte zur Geltung zu bringen und ihnen zugleich eine aquatische, leichtere Tonalität zu verleihen. Bei den Damendüften findet sich die wässrige Note beispielsweise in „Aqua Allegoria - Limon Verde“ von Guerlain. Bei den Herren entfaltet sich die wässrige Note um aromatisch-zitrische Akkorde, etwa im schönen „Un jardin après la mousson“ von Hermès oder in „L’Eau par Kenzo Mirror Edition pour Homme“.

Die wässrige Note verleiht somit Düften, die den Schatten heißer Sommer suchen, eine frische, durstlöschende und transparente Tonalität. Besonders mit blumigen und zitrischen Düften verbunden, findet sich die wässrige Note auch in anderen Duftfamilien, etwa bei aromatisch-holzigen Düften wie „Jangala“ von Parfumerie Générale oder in einem würzig-holzigen Duft wie „Black Cedarwood & Juniper“ von Jo Malone. Die wässrige Note bietet den Düften also noch vielfältige Möglichkeiten für Neuheiten.

Steckbrief

  • Herkunft : Artificielle
  • Typ : Molécule

Parfums mit der Note Wässrige Note

Orientalisch

Penhaligon's

Equinox Bloom

Bergamotte · Orange · Zitrone