Orientalisch
Hibiskus
Die Hibiskusblüte gehört zur Familie der Malvengewächse. Üblicherweise wird zwischen dem Zimmerhibiskus, auch Chinesische Rose genannt, und dem Gartenhibiskus, der als Strauchmalve bezeichnet wird, unterschieden. In der Antike wurde Hibiskus in Ägypten und Südostasien wegen seines besonders geschätzten Zierwerts kultiviert. Hibiskus gilt als Blume des Sommers und des Exotischen, da seine Farben außerordentlich reich und vielfältig sind. Hibiskus benötigt viel Sonne, weshalb sein Standort, ob draußen oder drinnen, sorgfältig gewählt werden sollte.
Hibiskus, eine unerschöpfliche Duftquelle
Die Hibiskusblüte wird in der Phytotherapie verwendet, da sie reich an Anthocyanen und Antioxidantien ist. Hibiskus wird außerdem häufig in Kosmetika eingesetzt, in Gesichtspudern, Lippenstiften und Emulsionen, Seifen und Badeprodukten. Auch in der Nischenparfümerie ist Hibiskus ein sehr geschätzter Rohstoff. Verwendet werden entweder seine Samen oder seine Früchte. Die Samen werden destilliert und ergeben einen sanften, moschusartigen Duft, der in der Regel als Basisnote eingesetzt wird. Die Frucht der Art „Hibiscus Esculentus“ wird auch Okra genannt und ist Bestandteil zahlreicher afrikanischer Gerichte. In der Parfümerie wird vor allem die Art „Hibiscus Abelmoschous“, auch „Ambrette“ oder „pflanzlicher Moschus“ genannt, wegen der sinnlichen Duftspur verwendet, die sie auf der Haut hinterlässt. Der Geruch der Ambrette ähnelt tatsächlich der Grauen Ambra und verströmt zugleich sanfte, moschusartige, animalische, fruchtige oder sogar blumige Facetten. Die Nuancen der Ambrette sind in der Parfümerie wegen ihrer amberartigen und moschusartigen Basisnoten sehr gefragt. Sie ist ein Rohstoff von außergewöhnlicher Haltbarkeit.
Die Verwendung von Hibiskus in der Parfümerie
Dank seiner Duftpalette lässt sich Hibiskus mit allen Duftfamilien kombinieren. Am häufigsten findet er sich allerdings in orientalischen Kompositionen, etwa in „D&G 14- La Tempérance“ von Dolce & Gabbana, einem orientalisch-blumigen Duft. Hier finden sich sowohl Hibiskussamen in der Kopfnote als auch Hibiskusblüte in der Herznote. Hibiskus kommt auch in blumigen Kompositionen vor, etwa in „Eau Tropicale“ von Sisley, einem blumig-holzig-moschusartigen Duft, in dem Hibiskus in der Kopfnote steht, während die Samen in der Basisnote neben Patchouli und Zedernholz erscheinen. Ein weiterer blumig-holzig-moschusartiger Duft mit Ambrette ist „Elle“ von Yves Saint Laurent. Hibiskus findet sich zudem in blumigen Chypre-Düften wie „Noa Fleur“ von Cacharel oder „EauDemoiselle“ von Givenchy. Hibiskus ist außerdem Bestandteil zahlreicher holziger Herrendüfte wie „L’Instant d’un Été pour Homme“ von Guerlain oder „Egoïste“ von Chanel. Schließlich findet sich Hibiskus auch in aromatischen Kompositionen, etwa in „Costa Azzurra“ von Tom Ford, wo die Ambrette ausnahmsweise in der Kopfnote steht, neben Oud, Kardamom und Treibholz.
Hibiskus ist in der Parfümerie sehr geschätzt und wird in zahlreichen Düften verwendet. Dank seiner vielfältigen Duftfacetten harmoniert er mit allen Duftfamilien und findet jeweils den passenden Platz.
Steckbrief
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Parfums mit der Note Hibiskus
Orientalisch
Blumig
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Blumig
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