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Branntwein

Branntwein, vom lateinischen Aqua Vitae, ist ein Getränk, das durch Destillation eines vergorenen Safts aus Pflanzen, Früchten oder Getreide gewonnen wird. Als Branntwein werden häufig zahlreiche alkoholische Getränke wie Armagnac, Cognac, Whisky oder Rum bezeichnet. Branntwein wurde im Mittelalter entwickelt. Sein Alkoholgehalt machte ihn damals zu einem hervorragenden Antiseptikum. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Branntwein zur Behandlung von Kindern verwendet. Die Destillation lässt den Alkohol verdampfen und anschließend kondensieren, um den Alkoholanteil im Endprodukt zu erhöhen.

Die Herstellung von Branntwein

Bei 78,5° verdampft Alkohol; diese Temperatur liegt unter dem Siedepunkt von Wasser, der bei 100° liegt. Das Destillat enthält bei dieser Temperatur stets noch Wasser. Für eine vollständige Destillation lassen sich mehrere Verfahren einsetzen, darunter die Verwendung eines dritten, in der Wärme mischbaren Stoffes. In Frankreich werden vorwiegend Obstbrände hergestellt. Die Herstellung von Branntwein erfolgt in zwei Hauptschritten, der Mazeration und der Destillation. Die Früchte gären auf natürliche Weise dank des Zuckers, den sie enthalten. Die vergorenen Früchte werden anschließend zur Mazeration in einen Branntwein eingelegt. Branntwein wird stets trocken und lichtgeschützt gelagert; so lässt sich eine Flasche viele Jahre aufbewahren.

Branntwein in der Parfümerie

So erstaunlich es scheinen mag: Branntweine werden als Duftnoten verwendet. Zu den bekanntesten zählen Rum, Whisky und Pure Malt. Rum verströmt eine besonders geschätzte aromatische Vielschichtigkeit. Er bietet Nuancen von Vanille, Haselnuss, Honig oder auch Zimt. Zu den Parfums mit Rum gehören „Gourmand Coquin“ von Guerlain, „Encounter“ von Calvin Klein oder „Ambre des Merveilles“ von Hermès. Whisky und Pure Malt bieten reiche Gerüche, zugleich fruchtig, holzig, blumig oder torfig. Whisky findet sich in Parfums wie „Epices Marines“ von Hermès oder „Skin on Skin“ von L’Artisan Parfumeur. Pure Malt begegnet man vor allem in einem Erfolgsduft von Thierry Mugler, „A*Men Pure Malt“, einer charaktervollen Herrenkomposition.

Diente Branntwein ursprünglich der Behandlung von Kindern, vor allem zur Betäubung, so findet er heute in der Parfümerie Verwendung. Noch wenig in der Parfümerie eingesetzt, tritt Branntwein dennoch als Whisky, Rum und Pure Malt auf und bietet vielfältige, neuartige Duftnuancen. Ob Damen- oder Herrenduft: Kompositionen mit Branntwein sind kräftig und markant.

Parfums mit der Note Branntwein