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Zibet

Die Zibetkatze ist ein fleischfressendes Säugetier mit grauem, schwarz geflecktem Fell. Dieses Tier soll eine Kreuzung zwischen einem Fuchs und einer Abessinierkatze sein, die einzig in der Stadt Abessinien in Äthiopien vorkam. Vor 2000 Jahren wurde die Zibetkatze gefangen und in Gefangenschaft gehalten. Sie musste oft schmerzhafte Ausschabungen über sich ergehen lassen, mit denen eine Substanz gewonnen wurde, die eine Tasche unterhalb der Geschlechtsdrüsen des Tieres absondert … Heute ist diese Methode verboten, und Zibet wird ausschließlich synthetisch nachgebildet; der Duft kommt dem Original äußerst nahe.

Zibet, langanhaltende Noten

Zahlreiche Parfumeure greifen heute auf Zibet zurück. Zunächst besitzt Zibet ausgeprägt fixierende Eigenschaften. Er wird zudem wegen seiner Haltbarkeit und der Erinnerung, die er wachruft, eingesetzt. Deshalb wird er häufig als Basisnote verwendet. Die Noten des Zibets sind kräftig, schwer, fäkal und stark animalisch. Oft heißt es, er rieche nach Raubtier … Glücklicherweise verliert Zibet in Verdünnung seinen aggressiven Charakter. Dann kann er Kompositionen einen warmen, sinnlichen Aspekt verleihen. So etwa im sehr charismatischen Parfum „Coco Chanel“ von Chanel, einem orientalischen Damenduft. Hier findet sich Zibet in der Basis, begleitet von Vanille, Sandelholz und Amber. Mit fruchtigen und blumigen Noten hat Chanel eine Welt aus Amber und Gewürzen in einem idealisierten Abendland geschaffen … Eine sehr liebevolle Hommage an Gabrielle Chanel, die die Jahre mit Erfolg überdauert.

Lässt sich Zibet mit anderen Duftnoten kombinieren?

Dank seiner hervorragenden Fixierkraft lässt sich Zibet mit allen anderen Duftfamilien kombinieren. Abgesehen von orientalischen Parfums findet sich Zibet in Verbindung mit blumigen Noten, etwa in „Diorissimo“ von Dior, 1956 kreiert. Zibet in der Basis wird dort mit Herznoten wie Jasmin, Lilie, Amaryllis und Maiglöckchen, dem Glücksbringer Christian Diors, kombiniert. Das Ergebnis ist vollendet, durch und durch blumig mit einer holzigen Basis. Häufig begegnet man Zibet in blumigen Parfums wie „Jardins de Bagatelle“ von Guerlain, „Fleur de Fleurs“ von Nina Ricci oder auch „First“ von Van Cleef & Arpels. Zibet findet sich darüber hinaus in holzigen Herrendüften wie „Lanvin Homme“ von Lanvin. Oder auch in einem Parfum mit zitrischen Noten wie „Monsieur de Givenchy“ von Givenchy … ein dezent sinnlicher Herrenduft.

Zibet ist ursprünglich ein Duftstoff, der von dem gleichnamigen Tier gewonnen wird. Der Skandal um die möglichen Bedingungen beim Fang des Tieres hat die Parfumeure abgeschreckt, die ihn etwas vernachlässigt haben. Heute wird Zibet im Wesentlichen mit synthetischen Rohstoffen nachgebildet. Er verströmt animalische, äußerst kräftige Duftnoten. Mit Bedacht eingesetzt, verleiht Zibet Kompositionen sinnliche, ja fleischliche Noten. Man findet ihn daher vor allem in orientalischen Parfums, doch er lässt sich auch harmonisch mit blumigen, holzigen, Chypre- oder zitrischen Noten verbinden.

Steckbrief

  • Lateinischer Name : Viverra Civetta
  • Herkunft : Civette
  • Land : ET
  • Verwendeter Teil : Glandes anales
  • Typ : Naturel

Parfums mit der Note Zibet

Blumig

Christian Dior

Diorissimo

Grüne Note · Bergamotte

Chypre

Estée Lauder

Knowing

Grüne Note · Tuberose · Aldehyde

Blumig

Balenciaga

Michelle

Aldehyde · Bergamotte · Maiglöckchen