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Karine Dubreuil

Wer Parfumeur werden will, muss schon früh mehrere Voraussetzungen erfüllen. Zum einen ist ein gewisser schöpferischer Sinn erforderlich. Daneben werden solide naturwissenschaftliche Kenntnisse, insbesondere in Chemie, dringend empfohlen. Zudem stammen die meisten Parfumeure aus der Region Grasse. Dort gibt es zahlreiche Blumenfelder. Das Mittelmeerklima begünstigt den Blumenanbau, und Grasse ist vor allem seit dem 16. Jahrhundert die Hauptstadt des Parfums. An diesem Ort ist Karine Dubreuil aufgewachsen. Dieser Weg ergab sich für sie daher wie von selbst.

Der berufliche Werdegang von Karine Dubreuil

Obwohl sie nicht aus einer Parfumeursfamilie stammt, ist Karine Dubreuil in Grasse aufgewachsen. So kam sie früh mit der Welt der Parfümerie in Berührung. Zudem musste sie ihre Heimatstadt nicht verlassen, um eine Schule dieser Branche zu besuchen: Sie studierte an der Roure-Schule in Grasse. Diese renommierte Schule bildet die bedeutendsten Parfumeure der Welt aus und bringt sie mit erfahrenen Meisterparfumeuren in Kontakt. Nach ihrem Abschluss und mit soliden Kenntnissen ausgestattet, begann Karine Dubreuil ihre Laufbahn bei Symrise, das damals noch Florasynth hieß. Das deutsche Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern auf dem Markt für Aromen. Anschließend verließ Karine Dubreuil das Unternehmen und wechselte zu Drom Fragrances, einem deutschen Familienunternehmen, das in mehr als 42 Ländern vertreten ist und weltweit fünf Kreativzentren betreibt. Von 2002 bis 2013 war Karine Dubreuil schließlich als Parfumeurin bei Mane tätig. Dort schuf sie ihre bedeutendsten Parfums. Karine Dubreuil kreierte unter anderem die bekannten Düfte Eclat d’Arpège für Lanvin, L’Eau Belle für Azzaro, zwei Aqua Allegoria für Guerlain, Envy Me für Gucci und Womanity für Thierry Mugler. Noch während ihrer Zeit bei Mane trat das Unternehmen L’Occitane an sie heran, für das sie heute arbeitet.

Karine Dubreuil bei L’Occitane

Für die Marke L’Occitane zu arbeiten, war für Karine Dubreuil schnell eine Selbstverständlichkeit. Da sie selbst aus Südfrankreich stammt, fühlte sie sich dem Haus sofort eng verbunden. Es ist, als gebe die Parfumeurin in jeder ihrer Kompositionen einen Teil ihres persönlichen Erbes preis. Sie erinnert sich, als Kind im Garten ihrer Großmutter gespielt zu haben. Die Gerüche dieses Ortes haben ihre heutige Kreativität maßgeblich beeinflusst. Karine Dubreuil erzählt sogar, etwas belustigt, sie habe sich beim allerersten Briefing von L’Occitane gesagt, es sei großartig, man bitte sie, ihre Kindheit zu erzählen. So zu arbeiten bedeute für sie, in ferne Erinnerungen einzutauchen und den Gerüchen, für die sie schon damals empfänglich war, so nahe wie möglich zu kommen. Nie scheint sie so viel Freude an ihrem Beruf gehabt zu haben. Freude an der Arbeit ist in einem kreativen Beruf entscheidend. Karine Dubreuil sagt, sie übe diesen Beruf vor allem aus, um Spaß zu haben. Anders als viele Kreative setzt sie nicht auf Konkurrenz. Sie zieht es bei Weitem vor, an jeder ihrer Kreationen Freude zu haben, und das ist in ihren neuen Parfums deutlich zu spüren.

Kreationen von Karine Dubreuil