Zum Inhalt springen
L'Interdit Givenchy

L’Interdit kehrt 2018 zurück, 61 Jahre nach dem für Audrey Hepburn kreierten Parfum, mit einer völlig neuen Formel von Dominique Ropion, Anne Flipo und Fanny Bal. Givenchy stellt darin einem Bouquet aus weißen Blüten – Tuberose, Orangenblüte, Jasmin Sambac – eine Basis aus Patchouli, Vetiver und Ambroxan gegenüber; Gesicht der Kampagne ist Rooney Mara.

Zwei Rezensionen, zwei Urteile: Thomas Dunckley sieht darin einen sehr gelungenen modernen Blumenduft, Despina Veneti eine geschickte Mischung, an der jedoch nichts verboten sei.

Was die Kritik sagt

The Candy Perfume Boy, 28. Januar 2019

Thomas Dunckley geht vom Kaugummi aus: Der Auftakt habe dessen Frische und Süße, ohne das Billige, das man erwarten würde. Er findet ihn transparent, leicht, beinahe luxuriös und merkt an, das weiße Bouquet greife die Opulenz der 1980er-Jahre auf, ohne sie zu kopieren.

Der Kontrast beruhe seiner Nase nach auf einem klaren Patchouli und einem grünen Vetiver, die einen dezenten Moos-Effekt ergäben. Die angekündigten dunklen Noten vermag er darin nicht zu erkennen, dafür sei der Duft zu sauber, und er schließt mit dem Urteil eines modernen, sehr gut gemachten Blumendufts, den er vorbehaltlos verteidigt.

ÇaFleureBon, 6. Oktober 2018

Despina Veneti hält die Version von 2018 für angenehm und leicht zu tragen, aber linear, und findet darin nichts Unverwechselbares: eine geschickte Mischung der meistverkauften Trends des Augenblicks, die ihr Publikum spalten werde.

Sie beschreibt eine süße Häufung – kandierte Kirsche, Birne, Karamell, Vanille –, die mit der Bergamotte und der Fülle des weißen Bouquets kollidiere, und gibt an, die versprochenen dunklen Noten nicht wahrzunehmen. Ihr Titel fasst ihr Urteil zusammen: ein Spaziergang auf der sicheren Seite.