
Fou d’Absinthe erscheint 2006, kreiert von Olivia Giacobetti für L’Artisan Parfumeur. Das Thema ist die grüne Fee des Pariser Bohème-Milieus, das Getränk der Belle Époque und seine Nächte im Moulin Rouge. Das Haus macht daraus ein Spiel der Temperaturen: Absinth und Angelika in einem kühlen Auftakt, vier Gewürze als warmer Kontrast, trockene Kiefernnadeln zum Ausklang.
Gaia Fishler von The Non-Blonde hält Fou d’Absinthe für einen bemerkenswert ausgewogenen grün-würzigen Duft, dessen Idee jedoch größer sei als die Komposition.
Was die Kritik sagt
The Non-Blonde – Gaia Fishler, Juni 2012
Positiv mit Vorbehalt. Sie trage ihn oft und bedauere, keinen ganzen Flakon zu besitzen. Sie nehme darin Grünes und Würziges wahr, Kälte und Kiefer, mit einer holzigen Wärme, die an Weihrauch erinnere.
Ihr Vorbehalt betrifft die Kluft zwischen Thema und Ergebnis: Die Jugendstil-Plakate, die Künstler des Fin de Siècle und die verbotenen Vergnügungen des Pariser Bohème-Milieus versprächen mehr als dieses etwas seifige Grün. Sie hält den Vorwurf für ungerecht und zählt den Duft zu den gelungenen ausgewogenen Kompositionen der Parfumeurin.
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