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Calèche
Hermès

Komposition

Calèche

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Die olfaktorische Geschichte des Parfums Calèche von Hermès: Ein Parfum Calèche zu nennen, wirkt zunächst eigenwillig. Der Begriff bezeichnet nämlich eine von Tieren gezogene Kutsche, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war. Calèche ist jedoch kein Parfum, das nach Pferdefuhrwerk oder Pferden riecht.

In den 1950er-Jahren unternahmen die großen Modehäuser ihre ersten Schritte in der Parfümerie, und Hermès, ein großes Lederwarenhaus, wagte sich als erstes in das Abenteuer der Düfte. Die 1951 von Edmond Roudnitska komponierte Eau d’Hermès wurde der erste große Erfolg, und das prachtvolle Calèche, das zehn Jahre später erschien, wurde vom Publikum ebenso gefeiert. Calèche war das allererste echte Parfum von Hermès und bot eine elegante, moderne Schlichtheit, die nachhaltig Eindruck machte.

Calèche oder die Schlichtheit einer zutiefst weiblichen Komposition des talentierten Guy Robert

Wenn heute die meisten großen Luxusmarken Parfums anbieten, ist dieses Phänomen relativ jung: Coco Chanel begründete den Trend in den 1930er-Jahren, als sie ihr N°5 herausbrachte. Das Vorgehen von Mademoiselle Coco wurde von den „echten“ Parfumeuren heftig kritisiert, dennoch drängten zahlreiche Marken in diesen neuen Markt. So wurde Hermès 1951 mit der Eau d’Hermès das allererste Luxusreisegepäckhaus, das Parfums kreierte.

Die Eau d’Hermès eroberte sofort ihr Publikum. Diese Eau hat mit den traditionellen Colognes nichts gemein, im Gegenteil: Die Eau d’Hermès verströmt eine intensive Frische, kontrastiert von einer für eine Eau neuartigen ledrigen und holzigen Sinnlichkeit.

Nach dem Erfolg der Eau d’Hermès entschied sich das Haus Hermès, diesmal ein echtes Parfum anzubieten: Calèche, das weit mehr als die klassischen Düfte jener Zeit bieten sollte. Mit Edmond Roudnitska (Schöpfer von Chanels N°5) für Eau d’Hermès und dem Talent von Guy Robert (Schöpfer von Madame Rochas) für Calèche traf Hermès bei der Wahl seiner Parfumeure kluge Entscheidungen!

„Der Duft von Hermès habe den Anspruch der Qualität und der Schlichtheit. Etwas Blumiges, Leichtes, Haltbares, ohne aufdringlich zu sein, heiße es in der ursprünglichen Pressemappe.“ Madame Le Figaro über Calèche von Hermès.

Ein frisches, kühnes Parfum, das auf Reisen mitnimmt: Calèche von Hermès

Mit Calèche, dem allerersten Parfum dessen, was zum Comptoir Nouveau de la Parfumerie werden sollte, entschied sich Hermès für einen großen Damenduft, der etwa mit Madame Rochas konkurrieren konnte. Madame Rochas war übrigens kurz zuvor von Guy Robert komponiert worden, dem Parfumeur von Calèche.

So ist die Handschrift von Calèche klar und direkt und zugleich von höchster Qualität. Mit seinen Rohstoffen erkundet Calèche auch olfaktorische Reisen, dank seltener Inhaltsstoffe aus damals noch wenig bekannten Regionen, etwa ägyptischem Jasmin oder haitianischem Vetiver.

Mit einem Auftakt aus prachtvoller Bergamotte sprüht Calèche dank Aldehyden vor Modernität. Dann bilden bulgarische Rose, ägyptischer Jasmin und toskanische Iris das opulente, blumige Herz dieses Dufts, der ebenso zur Zartheit wie zum Reisen einlädt. Schließlich legen die holzigen Noten von Sandelholz, Vetiver, Zeder und Eichenmoos einen sinnlichen Samt über dieses Calèche voller schöner olfaktorischer Überraschungen.

„Bei seiner Entstehung sei Calèche viel besprochen worden, und immer wieder fielen dieselben Worte: „rassig“, „signiert Hermès“, „das Faubourg-Saint-Honoré-hafteste der Pariser Parfums“, „Geburt eines großen Parfums“, „reich und frisch“, „jung und kraftvoll“ …“ Madame Le Figaro über Calèche, Hermès.

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