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Mauboussin

Mauboussin ist ein Unternehmen, das für sein handwerkliches und weltweit ausgerichtetes Können bekannt ist. Zudem handelt es sich um einen französischen Juwelier, der seit fast zwei Jahrhunderten das Bild des französischen Luxus in die Welt trägt. Als echte Institution des französischen Kulturerbes hat Mauboussin es auch verstanden, seine prestigeträchtigen Schmuckgarnituren in olfaktorische Juwelen zu verwandeln.

Parfums von Mauboussin

Der Aufstieg des Hauses Mauboussin

Das Unternehmen Mauboussin wurde 1827 gegründet und erlangte durch seine Teilnahme an der Weltausstellung in Paris in den 30er-Jahren rasch große Bekanntheit. Der Juwelier ließ sich damals vom Art-déco-Stil seiner Zeit inspirieren und setzte sich mit seinen vielfarbig besetzten Schmuckgarnituren durch. Das Haus veranstaltete zu diesem Thema von 1928 bis 1931 sogar drei Ausstellungen, die seine Bekanntheit weiter steigerten. Marlene Dietrich ließ sich von Mauboussin begeistern und wurde zur Botschafterin seines Schmucks, den sie unter anderem in ihrem Film Femme ou Démon trug. Der Krieg traf Mauboussin jedoch indirekt, und der Goldmangel zwang das Haus, neue Arbeitstechniken einzuführen. Dennoch stellte sich erneut Erfolg ein, und so beschloss Mauboussin 1955, sich mit einer Niederlassung an der Place Vendôme als Juwelier von Rang zu behaupten. Stets bestrebt, den Strömungen seiner Zeit zu folgen, wandte sich das Haus Mauboussin anschließend einem verspielteren, asymmetrischen Stil zu, der typisch für die 70er-Jahre war. Über viele Jahre hinweg sicherte Mauboussin seine Finanzierung zudem durch die umfangreichen Aufträge von Prinz Jefri, die 80 % des Umsatzes ausmachten. Diese Zusammenarbeit endete jedoch 1998, und der Schweizer Finanzier Dominique Frémont kam dem Haus zu Hilfe, indem er 2002 70 % der Unternehmensanteile und 2005 schließlich sämtliche Anteile erwarb.

Der Wagemut von Mauboussin

Der Wandel war für Mauboussin radikal: Das Haus setzte sich zum Ziel, das Tragen von Schmuck zu demokratisieren. So bot es als Erstes eine erschwingliche Linie an, eine Art Prêt-à-porter-Kollektion der Haute Joaillerie. Das sorgte an der Place Vendôme selbstverständlich für Unmut. Noch größer war das Erstaunen 2005, als Mauboussin einen Solitär für ein breites Publikum vorstellte. Auch wenn dies Schlagzeilen machte, stellte sich der Erfolg tatsächlich ein. Damit kann Mauboussin im Bereich Schmuck nun einer deutlich gelasseneren Zukunft entgegensehen. Parallel dazu widmet sich die Marke seit 2000 auch der Kreation von Parfums. Diese sind das perfekte Echo all ihrer übrigen Produkte: edel, raffiniert, intensiv und ein wenig verspielt. Sie sind wie Schmuckstücke konzipiert, um die Persönlichkeit und die Ausstrahlung ihrer Träger zur Geltung zu bringen.

Heute gibt es zahlreiche Mauboussin-Boutiquen in aller Welt, auf den großen Prachtstraßen von Paris, New York oder Tokyo. Zudem erweitert Mauboussin seine Geschäftstätigkeit stetig und führt heute auch ein Sortiment an Schreibgeräten und Sonnenbrillen.