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Benetton

Benetton: Die Erfolgsgeschichte der italienischen Modemacher und Könige des bunten Pullovers

Während sich die großen Designer der Haute Couture oft mit der Parfümerie eingelassen haben, stehen die großen Prêt-à-porter-Marken ihnen nicht nach. Benetton, seit den 1960er-Jahren für seine berühmten, farbenfrohen Pullover bekannt, brachte seine Regenbogenfarben in die Parfümerie, als es 1987 mit „Colors“ seine Linie schuf, lanciert vom bevorzugten Werbefotografen der Marke, Toscani. Masche für Masche spann Benetton, inzwischen „United Colors of Benetton“, sein Netz in der eleganten Welt der Parfümerie.

Parfums von Benetton

Von der Strickware zur Parfumkreation: Die Familie Benetton hat die Welt erobert

Luciano Benetton eröffnet 1963 sein allererstes Geschäft dank der Pullover, die seine Schwester Guiliana strickt. Der Erfolg stellt sich sofort ein, und drei Jahre später eröffnet der Benetton-Clan seine erste Fabrik. Das Geheimnis dieses phänomenalen Aufstiegs: eine Palette von 48 Farben anzubieten, während die Mode sozusagen nur Schwarz und Weiß kannte.

1985 lässt sich die Benetton-Holding, in der jedes Familienmitglied seine Rolle hat, in Luxemburg nieder und beginnt, neue Namen aufzukaufen, um ein Imperium aufzubauen. Denn eines steht fest: Für Luciano Benetton wie für seine Brüder Gilberto und Carlo muss man sich diversifizieren, um zu wachsen. Von der Konfektion Sisley über die Kinderschuhe von TipTop, das Sponsoring im Rugby und Basketball bis hin zum Kauf eines Formel-1-Rennstalls ist Benetton überall präsent. Es fehlten der Familie noch Parfums mit dem Namen der Marke; 1987 brachte „Colors“ von Benetton der Marke endlich schöne olfaktorische Farben.

Die Benetton-Parfums in den Farben der zentralen Werte der Marke

Dank der Kreativität und des Erfindungsreichtums der jungen Designer des Unternehmens Benetton fiel es leicht, ein farbenfrohes, prickelndes Parfum in den Farben zu schaffen, die die Marke seit Jahren gern verbreitet. „Colors“, ein schöner fruchtig-orientalischer Duft, steckt in einem Flakon mit rechteckigen Facetten, auf dem der Name in der Handschrift des Marketingspezialisten des Hauses steht – selbstverständlich ganz in Farbe.

Die Werbekampagne bietet Gelegenheit, die revolutionären Bilder von Toscani zu lancieren, die den Ruf und die Ausstrahlung der Marke begründen. Die Kampagne für „Colors“ steht für Respekt vor dem anderen und Multiethnizität, dank des symbolischen Bildes einer schwarzen und einer weißen Hand, die sich vereinen… Ein zentraler Wert für eine Marke, die „aller Farben“ sein will.

„Tribu“, das zweite Benetton-Parfum, kommt 1993 in einem futuristischen Flakon des berühmten Designers Tamotsu Yagi auf den Markt. Der blumig-fruchtige Duft zeigt schöne Eigenheiten rund um das Leitkonzept der Marke, den Reichtum der Vielfalt. Laut Benetton beruhe die Idee nicht auf ethnischen Trennungen, sondern vielmehr auf der Zugehörigkeit jedes Einzelnen zu kulturellen Stämmen.

1997 erscheinen dann zurückhaltend die beiden Düfte „Hot“ für Damen und „Cold“ für Herren. Das Unternehmen Benetton steckt mitten in einer Werbekrise, denn die Bilder von Toscani schockieren und empören inzwischen weit mehr, als dass sie Aufmerksamkeit wecken. Dabei hielten „Hot“ und „Cold“, zwei frische und originelle zitrische Düfte, ihre Versprechen …

2014 erneuert sich die Marke mit der Lancierung der drei Düfte der Linie „United dreams“, deren Namen den Werten der Marke treu sind: „Love Yourself“, „Live Free“ und „Stay positive“. Mit diesen drei Düften feiert Benetton eine aufsehenerregende Rückkehr in die Parfümerie und richtet einen Aufruf, der diesmal Gehör findet: Statt sein Leben zu träumen, solle man seinen Traum leben. Das Benetton-Imperium dürfte gewiss noch für Überraschungen sorgen!