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Amber

Dieser Inhaltsstoff ist ein Rohstoff tierischen Ursprungs von zähflüssiger Beschaffenheit, den der Pottwal auf offener See ausscheidet. Unter dem Einfluss von Meer, Luft und Sonne verwandelt sich die Graue Ambra nach und nach in einen festen Block und entwickelt einen reichen, komplexen Geruch. Sie besitzt zugleich holzige, maritime, erdige, animalische, moschusartige, tabakartige und kampferartige Facetten. Sehr kraftvoll, wurde sie ab Beginn des 20. Jahrhunderts eingesetzt, um die Haltbarkeit von Damendüften zu erhöhen. Eine ganz neue Wendung nahm sie 1925 mit der Kreation des Duftes Shalimar von Guerlain. Viele betrachten Shalimar als das erste große amberartige Parfum der Geschichte. Es ebnete den Weg für zahlreiche Kompositionen, die bis heute sehr gefragt sind.

Der Duft amberartiger Kompositionen

Amberartige Parfums sind bekannt für ihre warmen, süßen Noten, die eine unvergessliche Duftspur hinterlassen. Amberartige Düfte sind oft sehr sinnlich und verführerisch. Im Orient schrieb man der Grauen Ambra einst aphrodisierende Wirkung zu. Heute vereint die Familie der amberartigen Düfte sanfte balsamische Noten, oft mit reichlich Vanille. Auch Gewürze finden sich in dieser Duftkategorie sehr häufig.

An wen richten sich amberartige Parfums?

Amberartige Düfte sind süß und sinnlich, oft mit würzigen Noten akzentuiert. Sie sind zudem voller Exotik und erinnern meist an den Orient, ein sonnendurchflutetes Land. Amberartige Parfums bleiben daher nicht unbemerkt. Folglich richten sie sich an Menschen mit ausgeprägtem, ja leidenschaftlichem Charakter. Amberartige Parfums sind meist für Damen bestimmt. Für extrovertierte, genussfreudige Epikureer ist diese Duftkategorie wie geschaffen.

Die bekanntesten amberartigen Damendüfte

Der bekannteste amberartige Damenduft der Geschichte ist bis heute der ikonische Shalimar von Guerlain. Direkt von einer indischen Liebesgeschichte inspiriert, ist er für seine Noten von Vanille und Opoponax bekannt. Poison von Dior ist ein weiterer Kultduft dieser Duftklasse, berühmt für seine sehr betörenden Basisnoten. Bei Yves Saint-Laurent greifen Verführerinnen eher zur Opium-Familie. Bei Thierry Mugler bleibt der berühmteste amberartige Duft bis heute der emblematische Angel von 1992. Schließlich gilt auch Serge Lutens als Meister in der Kunst amberartiger Parfums, wie etwa sein berühmter Ambre Sultan belegt.

„Amber“ als Nebenfamilie